Teppich – oft verkannt – Teil 1

red-carpet-315459_640Teppichboden gibt es in verschiedensten Formen:

 

 

 

 

– Teppichboden:
textiler Bodenbelag, der den Fußboden eines Raumes vollständig bedeckt (Auslegware)

– Läufer:
Teppich, mit dem ein Teil des Fußbodens bedeckt wird, z. B in Fluren oder auf Treppen

– Teppich:
Textiler Bodenbelag von festgelegter Form und begranzten Abmessungen als Vorleger,Brücke oder abgepaßter Teppich

– Teppichfliese:
Teppich von festgelegter Form, der als zusammengestzte Module den Fußboden eines Raumes bedecken.

Einteilungskriterien beim Teppich:

LC-Wert

Beim Teppich paßt sich die weiche, elastisch Nutzschicht den Bewegungen des Fußes an und sorgt für eine gleichmäßige, die Muskulatur und die Gelenke schonende Verteilung des Körpergewichts. Dieser subjektiv empfundene Komfort wird in europaweit gültigen Normen auf der Basis objektiv nachvollziehbarer Kennwerte berechnet und in Klassen eingeteilt. Die Einstufung erfolgt in sog. Komfort-Klassen, den LC-Wert (LC = Luxury Class). Je höher der LC-Wert, desto höher der Komfortwert. Eingeteilt wird in LC1 –LC5.

Beanspruchungsklasse

Teppich gilt als fußwarm und hat Vorteile bei der Trischall- und Schalldämmung. Doch ein weiteres Kriterium bei der Auswahl des richtigen Teppichbodens ist die Strapazierfähigkeit. Die Beanspruchungsklasse gibt Auskunft darüber, ob ein Teppichboden für ein Kaufhaus oder ein Schlafzimmer geeignet ist. Dazu wird das Verschleißverhalten und die Aussehensveränderung geprüft. Es gibt fünf Beanspruchungsklassen, 21, 22 , 22+/31, 32 und 33. 21 sagt aus, dass der Teppich nur gering strapaziert werden sollte, Eignung im Schlafzimmer. Die Klasse 33 dagegen ist extrem belastbar für z.B. Büros oder Kaufhäuser.

Zusatzeignungen

Neben der Einstufung von Teppich in Beanspruchungs- und Komfortklassen gibt es sog. Zusatzeignungen:

– Stuhlrolleneignung:

Die Stuhlrolleneignung bezieht sich ausschließlich auf Bürostühle mit entsprechenden Rollen.
Dabei wird über einen entsprechenden Zeitraum überprüft, wie stark sich der Belag unter
dauerhafter und unregelmäßiger Belastung durch Rollen verändert. Diese Eignung wird im Sieger
der ETG (Europäische Teppichgemeinschaft) ausgewiesen. Es werden zwei Klassen unterschieden,
Beläge mit uneingeschränkter und solche mit eingeschränkter Eignung.

– Treppeneignung:

Ähnlich wie bei der Stuhlrolleneignung wird hier unterschieden nach Treppen in Privatwohnungen
und solchen beispielsweise in Holtels.

– Fußbodenheizungseignung:

Für eine Verlegung auf Fußbodenheizung sollte der Wärmedurchlasswiderstand kleiner gleich 0,17
m²K/W bei 10°C sein. Außerdem muss er Teppich antistatisch und resistent gegen thermische
Alterung sein. Die thermische Alterung beurteilt die Vergilbung unter Einfluss der konstanten
Wärmeeinwirkung und die Beschädigung der Rückenkonstruktion.

– Schnittkantenfestigkeit:

Teppiche, die besonders schnittkantenfest sind, sind leichter zu verlegen.

Lesen Sie auch

Teil 2: Welche verschiedenen Verlegetechniken gibt es beim Teppich?

Teil 3: Reinigung und Pflege beim Teppich

 

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